oz logoDas Einkaufen im Internet wird auch für die Deutschen immer wichtiger – daran gibt es keinen Zweifel. Wenig verlässliche Zahlen gibt es aber zum tatsächlich generierten Umsatz oder gar dazu, wie die Deutschen ihre Einkäufe im Internet bezahlen. Anfang 2015 aber gab die Sage Group, ein Software-Unternehmen aus Großbritannien, eine große Erhebung zu diesen Zahlen in Auftrag. Dahinter stand sicher vor allem eigenes Interesse, denn Sage betreibt mit Sage Pay ein eigenes Zahlungssystem für Unternehmer. Ein Blick auf die Ergebnisse der Studie erweist sich als durchaus interessant.

Der Sage Benchmark Report 2015: PayPal hat die Nase weit vorn
So zeigt der erste Blick auf den Sage Pay Benchmark Report schon einmal einen interessanten Fakt: Der Haupt-Grund von Kaufabbrüchen im Internet ist, dass das vom Kunden präferierte Zahlungsmittel nicht angeboten wird. Ganze 72 % aller Kaufabbrüche gehen auf das Konto fehlender Zahlungsmöglichkeiten, ein ganz beachtlicher Satz. 60 % der Händler sind sich aber nicht bewusst, wo ihre Kunden abspringen. Es ist daher gerade als E-Commerce-Anbieter umso entscheidender zu wissen, welche Zahlungsarten die deutschen Kunden bevorzugen.
Für das Jahr 2015 sieht die Liste wie folgt aus:

  • 63 % der Kunden nutzen PayPal, wenn möglich.
  • Nicht allzu weit dahinter folgt mit 49 % die Zahlung auf Rechnung.
  • Weit abgeschlagen folgen mit 26 % das Lastschriftverfahren und mit 24 % die Kreditkarte.
  • Sofort-Überweisung ist das letzte Zahlungsmittel, das sich mit 13 % noch einen Platz in den zweistelligen Prozentzahlen sichern kann.
  • Jeweils 2 % der Kunden bevorzugen die Zahlung per Vorkasse oder mit giropay.
  • Die übrigen Zahlungsmittel teilen sich 2 % untereinander auf.

Deutliche Entwicklungen innerhalb von nur zwei Jahren
Diese Zahlen verwundern gerade auch mit Blick auf die W3B Studie 2013, eine von Fittkau & Maaß Consulting herausgegebene Studie. Fittkau & Maaß ist eine Consulting-Firma aus Hamburg, die sich besonders auf die Marktforschung zu Themen der Internetnutzung und des E-Commerce spezialisiert hat. Ihre Studie kam vor gerade einmal etwa 2 Jahren zu teilweise stark abweichenden Ergebnissen:

  • Damals lag der Kauf auf Rechnung weit vorne mit 40 %.
  • Auf Platz 2 folgte ebenfalls schon PayPal – mit gerade einmal 27 %.
  • Auch damals folgten dann Kreditkarte und Lastschrift, mit 13 % und 11 %.
  • Auf Platz 5 lag die Nachnahme mit etwa 3 %,
  • gefolgt von der Vorkasse mit 2 %.
  • Erst danach kam Sofort-Überweisung mit nur gut 1 %.

Es lassen sich aus dem Vergleich der beiden Studien also eventuell Markttrends ablesen, denn der Zuwachs von PayPal und Sofort-Überweisung zeigt, dass die Menschen mehr und mehr in Online-Zahlungsanbieter vertrauen.